Wir sind Heimat. Aktion am Aschermittwoch. 18. Februar 2026, 18 Uhr, Platz der Deutschen Einheit, Memmingen

[AKTION] Wir sind Heimat

Ein Aschermittwoch, der verbindet.

Wir sind Heimat

18. Februar 2026 | 18.00 Uhr | Platz der Deutschen Einheit

„Bedenke, dass du Staub bist, und zu Staub zurückkehren wirst.“, diese Worte sind zentraler Bestandteil der christlichen Liturgie am Aschermittwoch.

Sie sind radikal in ihrer Einfachheit. Sie sagen: Wir sind alle gleich. Wir alle werden zu Erde. Keine Abstammung, keine Religion, keine Herkunft trennt uns in diesem Moment der Wahrheit. Erde ist Erde, ohne Hierarchie, ohne Auserwählte, ohne Überflüssige. Diese Erde, dieser Boden, auf dem wir stehen, das ist unsere Heimat. Nicht exklusiv. Nicht für wenige, sondern der Ort, an dem Menschen leben, arbeiten, Familien gründen, ihre Träume verfolgen. Heimat ist das, was wir teilen, nicht das, das uns trennt.

Eine Antwort auf Spaltung

Am selben Tag spricht in der Stadthalle eine Partei, deren Abgeordnete im Bayerischen Landtag, Katrin Ebner‑Steiner, in ihren Reden eine völlig andere Sprache wählt.
In einer früheren Rede sprach Ebner‑Steiner von einem „Millionenheer von Habe‑ und Taugenichtsen, die nicht nur den sozialen Frieden, sondern letztlich sogar das ganze Land gefährden“, welche den betroffenen Gruppen die Menschenwürde abspricht.

„Deutsche Frauen und Mädchen sind für diese Menschen Freiwild“, so charakterisierte sie 2025 in der Schlussrede der Oppositionsfraktionen Geflüchtete und Zugewanderte. Die Landtagspräsidentin unterbrach die Rede, da diese „nicht hinzunehmen“ sei.

Und sie bediente sich rechtsextremer Verschwörungserzählungen: „Was soll es sonst sein als ein Bevölkerungsaustausch“, fragte sie in einer Landtagsrede und beschreibt Bayern in einer weiteren, als im Begriff, „in eine multiethnische Besiedlungszone umgewandelt“ zu werden.

Besinnung, Erneuerung, Protest – Aschermittwoch als Tag des Aufbruchs

Solche Worte spalten die Gesellschaft und entmenschlichen Menschen. Sie vergiften das Klima und bereiten den Boden für Ausgrenzung und Gewalt. Dem stellen wir bewusst einen anderen Gedanken entgegen: Die Erde, auf der wir stehen, gehört uns allen; Heimat ist kein Instrument der Abgrenzung, sondern ein Versprechen an jeden, der hier lebt.

Das BfMD, Vertreter:innen der Kirchen, der Kultur und Vereine sowie der Zivilgesellschaft reagieren auf die zunehmende Verbreitung menschenfeindlicher Rhetorik mit einer Aktion, die bewusst einen würdevollen, friedlichen Charakter hat und zeigt, dass Memmingen Heimat für jede und jeden ist, die oder der hier lebt und die Stadt als Heimat versteht.

Neben Vertreter:innen des BfMD, werden auch Vertreter:innen der Kirchen, des DGB und der „Feministischen Aktionsgruppe“ kurze Beiträge halten. Ihre Beteiligung zeigt, wie viele unterschiedliche Stimmen in Memmingen gemeinsam für ein respektvolles und menschenwürdiges Miteinander eintreten.

Spende als Beitrag zu einem menschlichen Miteinander
Zusätzlich wird es eine Spendenaktion geben: Ein anonymer Spender möchte ein Zeichen der  Mitmenschlichkeit setzen und kündigt an, für jede Person, die an der zeitgleich stattfindenden Veranstaltung der AfD in der Stadthalle teilnimmt, 5 Euro
an eine soziale Einrichtung in Memmingen zu spenden, die Menschen unterstützt, die häufig Ziel von Abwertung und Ausgrenzung sind. Dabei wird ausdrücklich betont, dass niemand dazu aufgerufen wird, an der AfD-Veranstaltung teilzunehmen. Wenn jedoch Anhänger dieser Partei ohnehin dort erscheinen, soll aus ihrer Anwesenheit zumindest
etwas Positives entstehen.

„Wir laden alle Memmingerinnen und Memminger ein, die für ein respektvolles Miteinander einzustehen.“, erklärt Myriam Gammer, Sprecherin des BfMD. „Unser Protest richtet sich nicht gegen Menschen, sondern gegen Ideologien der Ausgrenzung und Entmenschlichung.“

Wir vereinen ein breites Spektrum an Akteurinnen und Akteuren und setzen uns gemeinsam dafür ein, dass Memmingen, die Stadt der Freiheitsrechte, eine Stadt bleibt, in der Vielfalt als Bereicherung und nicht als Bedrohung verstanden wird.

Das Bündnis ruft dazu auf, Vielfalt zu schützen, anstatt sie zu bekämpfen.

Myriam Gammer, Elisabeth Hütter & Rupert Reisinger

Kontakt:

kontakt@demokratie-memmingen.de

Quellen:

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